Ein weiteres Jahr liegt bald hinter uns und 2021 ist in wenigen Tagen Geschichte. Und obwohl in meinen eigenen Maßstäben dieses Jahr absolut nichts passiert ist, ist es nur so dahin gerauscht. Trotzdem habe ich mich entschlossen, die Tradition der Jahresrückblicke fortführen zu wollen, auch wenn es rückblickend wohl ein etwas kürzer Ausflug in die Vergangenheit wird.

Ich wünsche Euch allen da draußen auf jeden Fall ein erfolgreiches und vor allem gesundes 2021. Hoffentlich können wir dieses Jahr wieder mehr Kultur genießen und beim ein oder anderen Kölsch zwischen schönen Fotografien anstoßen können. Prost!

Neujahresblogpost zum Beginn von 2021

Jetzt weiß ich, nein es wurde kein Jahr mit mehr Kultur und mehr Kölsch. Im Gegenteil, für mich, der fast nur noch für Jobs das Studio verlässt, ist nichts kulturelles passiert. Es lohnte sich keine Pläne zu machen, die Touren der Bands, die ich hin und wieder begleite wurden alle abgesagt und gut hätte ich mich dabei wohl eh nicht gefühlt. Also war es kulturell ein weiteres trauriges Jahr.

Welches im Januar seinen Anfang nahm. Ohne große Ziele, Motivation geht’s ins neue Jahr. Ähnlich viel damals auch mein Ausblick hier im Journal aus. Frohes neues Jahr. Hallo 2021. Daran hat sich auch im Januar nichts geändert.

Inhaltsverzeichnis

Januar 2021

Bildband Paradies in der Fotobuch Ecke
Paradies bei der Fotobuch Ecke

Nachdem im Dezember 2019 mit Paradies mein dritter und letzter Bildband meiner analogen Bildband-Trilogie erschienen ist, verbringe ich den Januar mit ein paar Podcasts und Interviews rund um den Trilogie-Abschluss und meine fotografische Definition vom Paradies.

Es ist immer noch schön und motivierend, dass sich Menschen da draußen für meine Fotografie und mich interessieren. Vielleicht hat es mir im Januar nach dem ersten wilden Corona Jahr mehr denn je geholfen, dabei zu bleiben. Nachdem Release im Dezember, habe ich den Januar auch nochmal genutzt etwas mehr über Paradies in diesem Journal zu erzählen. Meinen neuen Bildband kaufen

Februar 2021

In den ersten Lockdowns sind Johanna und ich oft spazieren gewesen, wie wahrscheinlich jeder von uns. Im neuen Jahr haben wir das noch etwas beibehalten, schließlich boten sich auch die nächsten Lockdowns an. Der steigende Pegel des Rheins vor unserer Tür, sorgte dafür dass ich zum ersten Mal ein bisschen mit der Leica dokumentieren konnte. Die Bilder packte in in diesen Blogbeitrag. Der Pegel steigt: Hochwasser in Köln mit Fotos von den Poller Wiesen

Nach Paradies hatte ich das Gefühl, dass meine fotografischen Ausflüge mit Point and Shot Kameras wie der Contax G2 oder der Contax T2 eine kleine Pause brauchten. Ich hatte Lust auf Mittelformat und fragte meinen treusten Berater, Mario Poepel nach einer guten Mittelformat Kamera. Wenig später wurde ich auf eBay-Kleinanzeigen fündig und schoss eine Fuji GA645 Wide Professional, die dieses Jahr noch öfter zum Einsatz kommen sollte. Mein neues Spielzeug: Die Fuji GA645 Wide Professional Analogkamera

Fuji GA645W Wide Professional Mittelformat Analogkamera
Fuji GA645 Wide Professional

Ein paar weitere Veröffentlichungen zu „Paradies“, wie zum Beispiel ein Feature auf der von mir sehr geliebten Fotobuch-Ecke reihten sich im Februar noch ein. Mein Bildband Paradies in der Fotobuch-Ecke + Podcast

Außerdem nutze ich die Zeit, viele alte Beiträge und Strecken aus meinen verschiedensten Publikationen und Blogs hier im Journal zu sammeln, deswegen findet ihr viel mehr Beiträge hier im Journal, als ich in diesem Jahresrückblick 2021 verlinken werde, das meiste davon ist nämlich aus dem Archiv und nur in den Monaten hier neu veröffentlicht worden und gar nicht entstanden.

März 2021

Im März kam der erste Rollfilm von MeinFilmLab zurück, den ich mit der Fuji GA645 Wide geschossen hatte, um die Kamera zu testen. Die Schärfe und Detailreichtum hat mich damals umgehauen und einen Beitrag dazu geleistet, dass die Kamera noch immer in meinem Besitz ist. Den Beitrag könnt ihr unter Der erste Rollfilm aus der Fuji GA645 Wide Professional nachlesen.

Analoge Strecken aus Paradies

Ebenfalls im März habe ich langsam begonnen erste Strecken zu zeigen, die ursprünglich für „Paradies“ produziert wurden. Weil viele Fotos natürlich der Kuration zum Opfer gefallen waren, habe ich die Chance genutzt, sie hier in Gänze im Journal zeigen zu können. Die Strecke mit Antonia war eine der ersten. Analogstrecke mit Antonia im Studio

Analogstrecke auf Farbfilm mit Antonia im Studio
Antonia zu Gast im Studio auf Kodak Gold 200

Künstlerportraits von Chris Wenner

Auch im März durfte ich Chris Wenner kennenlernen. Er hat die Arbeit an einer neuen Platte begonnen und ich durfte in zwei Shootings mit ihm das Bildmaterial für die Cover und seine Pressearbeit produzieren. Ein unfassbar netter, lustiger und entspannter Musiker. Neue Fotos für Chris Wenner

Nachwehen aus dem Paradies

Bei so einer Bildband Produktion auf Film, fallen auch ganz viele Fotos an, die nicht in mein Instagram-Profil passen, es aber am Ende aus verschiedensten Gründen nicht ins Buch schaffen. Gerade bei der Produktion für Paradies sind so viele schöne Momentaufnahmen entstanden, dass ich ihnen einen eigenen Beitrag widmete.

Eine Filmlänge Nachwehen aus dem Paradies

Neue Fotos mit Klara

Trotz aller Pandemie Einschränkungen schaffte ich es im März mal wieder Fotos mit Klara zu machen. Bei Immo im Studio, weil wir hier aus allen Nähten platzen, entstanden so gute Fotos mit Klara, dass ich mich immer wieder freue mit ihr arbeiten zu können.Neue Fotos mit Klara

Juni 2021

Den Juni habe ich scheinbar überwiegend dafür genutzt, um meine Publikationen im Web aufzuräumen. Da ist hier nämlich genau nichts neues passiert und ich habe Inhalte aus anderen Seiten migriert. Ohne Pandemie, hatte ich die Zeit wohl nie gefunden, ohne Pandemie wären aber wahrscheinlich auch mehr neue Beiträge online gegangen.

Juli 2021

Juli fotografierte ich dann mal wieder was freies und traf mich mit Laura. Auch wir schossen ein paar Strecken in Immos Studio. Anders als mit Klara, hatte ich aber Bock auf Digital. Was sehr selten vorkommt, aber in diesem Fall war es so.Ein paar neue Fotos von Laura

August 2021

Ich entschied mich, mein im Januar gegründetes Onlinemagazine für meine Nude-Fotostrecken einzustampfen und es ebenfalls in dieses Journal zu integrieren. Die Exclusives wurden geboren. Dahinter verstecken sich also überwiegend Fotostrecken mit nackter Haut, die ich durch einen Login schütze. Vor den Augen von Menschen, die vielleicht mit der falschen Motivation solche Strecken feiern. Und nicht aus der künstlerischen Sicht. Wer Exclusives anschauen möchte, braucht einen Account auf dieser Seite. Der ist zwar kostenlos wird aber hin und wieder von mir manuell geprüft.

Mein erstes Shooting mit Katharina in 2017
Mein erstes Shooting mit Katharina ist auch das erste Exclusive

Im August ging das erste Exklusive hier online. Mein erstes Shooting mit Katharina was später zur Produktion meines Bildbands „Tage Danach“ führte. Katharina im Studio (exclusive)

Auf meiner Archiv-Festplatte fand ich dann noch ein sehr altes Shooting mit Sarah. Die Bilder hatte ich nie fertig gemacht, merkte dann aber, dass die gar nicht so schlecht waren und hab eine kleine Auswahl an Portraits für das Journal und sie bearbeitet. Studio Session mit Sara

Weitere exclusives im August

September ein neues Langzeitprojekt

Ende August nutzen wir die etwas gemäßigte Corona-Lage und fahren in die Schweiz. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass ich länger im Ausland unterwegs bin und die erste Auszeit. Seit dem Tod meiner Oma beschäftigt mich der Gedanke an einem Buchprojekt, für das ich dieses Jahr in die Schweiz gefahren bin und welches mich mit Sicherheit noch ein paar Jahre begleiten wird. Im Journal erzählte ich im September erstmals öffentlich von diesem etwas anderen Buchprojekt. Ein neues und etwas anderes Buchprojekt

Ein neues und etwas anderes Buchprojekt

Mit der Mittelformat auf der Segantini Hütte

Meine Oma war großer Fan des Malers Segantini. Seine Hütte, in die er sich oft zum Malen zurückzog liegt überhalb des Campingplatzes, auf dem meine Großeltern ihren Jahresstellplatz hatten. Mit der Mittelformat schleppte ich mich zur Hütte in die Berge hoch und machte ein paar Fotos von dem Ausblick über die Seenplatte des Engadins.

Ein Besuch der Segantini Hütte mit der Fuji GA645 Wide

Meine erstes PhotoKlassik Cover

Auch im September erscheint die vierte Ausgabe der PhotoKlassik 2021. Neben einem Artikel über meine fotografische Arbeit, meine Bildbände und einem kurzen Interview, schmückt auch ein Foto von mir das Cover der Ausgabe. Entstanden ist es im selben Kalenderjahr mit Klara im Januar. Es ist mein erstes Cover auf einem gedruckten Medium und freut mich noch heute. Die Buchverkäufe hat es übrigens ordentlich angekurbelt. Was mich freut, da es zeigt, dass Print eben nicht tot ist.

Mein Foto auf dem PhotoKlassik Cover der Ausgabe 4/2021

PhotoKlassik Cover Ausgabe 4/21
Ein Foto von Klara aus unserem Shooting ist das Cover der PhotoKlassik Ausgabe 4/2021

Die offenen Ateliers 2021

Mit Hygienekonzept ließ die Corona-Lage dieses Jahr sogar die Kunstverastaltung der „Offenen Ateliers“ zu. Auch wir öffneten das Studio und ich zeigte ein paar fotografische Arbeiten mit Immo in seinem Studio. Ich wählte die gerade entstandenen Fotografien aus dem Engadin. Offene Ateliers 2021 in Köln – 24. bis 26. September

Es sollte die einzige Veranstaltung bleiben, an der ich dieses Jahr irgendwas beisteuerte. Das waren die Offenen Ateliers 2021 in Köln

Making the Book – eine kleine Webserie

Und dann nutzen wir die Zeit, die wir hatten und Simon setze sich an das Material, was damals Kristof bei der Entstehung meines ersten Bildbands „Das Leben und Sterben des BenHammer“ mit der Kamera dokumentierte. Herausgekommen ist eine kleine, kurzweilige Webserie, die einen Einblick in den gesamten Entstehungsprozess gibt. Zwischen 1 und 2 Minuten sind die Episoden lang und zeigen vom Besuch der Druckerei bis zum Versenden der Bücher wirklich jeden Arbeitsschritt in der Produktion eines eigenen Fotobuchs. Making the Book – Die Entstehung meines ersten Bildbands in einer kleinen Web-Serie

Oktober 2021

Myriam meldete sich über Instagram, dass sie in Köln ist und wir endlich was gemeinsam produzieren könnten. Gesagt getan. Sie hatte ein krasses Colour-Blocking-Outfit dabei und ich dachte, es wäre eine gute Idee es mit Kodak Portra und der GA456 mal zu probieren. Die Ergebnisse ballern dermaßen, dass ich sie mit absoluter Sicherheit zu meinen besten Fotos zählen würde. Myriam auf Kodak Portra mit der Fuji GA645 Wide

Kultur für Deutschland

Seit Oktober ist auch die sehr gute Dokumentation „Kültür für Deutschland“ in der 3Sat Mediathek zu sehen. Unter anderem Eko Fresh erzählt darin über seine musikalische Arbeit und seinen Bezug zu Deutschland als Kind von Gastarbeitern. Die Doku ist unglaublich sehenswert und wie es der Zufall wollte, drehte das Team einen Teil der Doku als ich mit Eko neue Fotos für seine Pressearbeit machte. Also kann man mir ein wenig über die Schulter gucken.

3Sat Doku – Kültür für Deutschland

November 2021

Fast 900 Abonnenten meiner exclusives

Im November nähern wir uns den ersten 900 von euch, die sich für den Zugriff auf meine exclusives hier auf der Website registriert haben. Inzwischen sind es über 1500 Menschen. Das freut mich und ist sehr schön!

Analogstrecke mit Sophie

Im November kommt Sophie für ein GoSee vorbei. Wir haben gemeinsame Freunde im Bekanntenkreis und uns bei den offenen Ateliers erstmals kennengelernt. Die Schwarz-Weiß Strecke auf Ilford HP5 packe ich kurzer Hand ins Journal. Sophie. Analog.

Auch mit Rosa schaffe ich es mal wieder auf ein paar Fotos.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach unserer Gibsserie, schaffe ich es auch mal wieder mit Rosa Fotos zu machen. Seit einigen Wochen habe ich mit der Canon Mark IV mal wieder eine Spiegelreflex und somit Bock auf ein paar digitale Spielereien. Die Mehrfachbelichtungen packte ich hier ins Journal. Neue Studio-Strecke mit Rosa

Lisa kommt vorbei

Außerdem fotografiere ich im November mit Lisa. Sie hat mir auf Instagram geschrieben, nachdem sie meine Fotos mit Myriam gesehen hat und wir verabreden uns für ein GoSee. Ich fotografiere ein paar Farb- und ein paar Schwarz-Weiß-Filme. Weil das Labor dieses Mal etwas länger braucht, zeige ich die Farbstrecke erst im Dezember im Journal. Lisa zu Gast im Studio

Dezember 2021

Der letzte Monat des Jahres ist bekanntlich ein besonderer Monat für mich und mein fotografisches Schaffen. Nicht nur, weil ich am 1. Dezember geboren bin. Mit „Tage Danach“ und „Paradies“ erschienen bereits zwei meiner drei Bildbände im Dezember.

Dieses Jahr war der Dezember noch besonderer. Denn mit „NOW AND THEN“ ist mein inzwischen vierter Bildband erschienen. Anders als meine bisherigen Werke wurde dieser aber nicht mit eurer Hilfe crowdfinanziert auf Indiegogo oder Startnext. Das ganze Jahr habe ich heimlich am Werk gearbeitet um es dann im Dezember einfach verkünden zu können. Ohne Vorbestellerphase, Crowdfunding oder irgendein großes Markting. Das war ebenfalls eine schöne Erfahrung und so war der Dezember dann auch geprägt vom Bücher packen und verschicken.

Das war mein Jahresrückblick 2021

Und jetzt, wo die letzten Tage des Jahres so dahin plätschern, schaue ich zurück, erinner mich an dies und das und denke, dieses Jahr ist genau das Ergebnis, wenn man keine Pläne, Visionen und Ziele hat. Es ist so wild und langweilig zugleich, wie es wahrscheinlich nur in einer Pandemie sein kann. Mit seinen Höhen und Tiefen, die sich schon lange nicht mehr nach Höhen und Tiefen anfühlen, sondern einfach wie ein langweiliger umemotionaler Alltag, der nur so an einem im Hamsterrad vorbeirauscht. Auch im nächsten Jahr habe ich keine Pläne und Ziele, weil uns Corona wahrscheinlich immer noch begleiten wird und vieles sich dadurch zerschlagen wird. Keine Enttäuschung, keine Vorfreude. Das belanglose Grundrauschen, an das ich mich im letzten Jahr gewöhnen durfte.

Wir werden sehen, was passiert und ich bin ähnlich gespannt, wie ihr vielleicht auch.

Dieses Jahr möchte ich den Jahresrückblick mit einem Song abschließen, wie letztes Jahr auch. Die Auswahl ist dieses Jahr größer, die Entscheidung einfacher. Voila.

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