Die Kunstwundertüte mit Foto-Prints

Allgemein 8. September 2020

Die Fotografin Joy Dana aus Fulda, hat in diesen stürmischen Zeiten eine wunderbare Idee geboren. Unter dem Hashtag #supportartists hat sie die Kunstwundertüte ins Leben gerufen. Noch bis zum 15. April 2020 könnt ihr die Wundertüte mit 4 Fine-Art Fotografie Prints von 4 unterschiedlichen Fotografen bestellen.

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Meine ersten Silbersalz Filme

Allgemein 7. September 2020

Als Silbersalz das Licht der Welt erblickte, konnte ich natürlich nicht wegsehen. Viel zu gut ist die Idee, viel zu schön ist auch die digitale Präsenz der Jungs. Zugegeben: Echten FilmFilm auf 35mm zu bringen und für ganz normale 35mm Fotokameras zugänglich zu machen, ist geil. So, wie es CineStill auch schon macht. Nur das Silbersalz eben das deutsche Pendant ist. Ich habe also zugeschlagen, jetzt endlich aber auch mal die Filme vollgehabt und zurückgeschickt.

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Der Reiz der Schwarz-Weiß Fotografie

Fotografie 7. September 2020

Eigentlich habe ich nichts gegen Farbfotos. Trotzdem habe ich die letzten Monate ausschließlich Schwarz-Weiß Fotografien gepostet und eigentlich alle meine freien Strecken in Schwarz-Weiß bearbeitet. Für mich haben Schwarz-Weiß Fotos nämlich einen ganz großen Vorteil.

Vorweg möchte ich aber sagen, dass ich auch großer Fan von Farbfotografien bin. Konzertfotos oder auch Portraits können in Farbe ganz gehörig ballern. Zuletzt hatte ich dieses Gespräch mit Moritz in seinem HEYDU Podcast. Denn dort redeten wir unter anderem über die Entscheidung für SW und gegen Farbe.

Selber drauf gekommen, bin ich eigentlich erst durch Olaf Heine in unserem damaligen Webtalk. Er sagte zu mir “Monochrome fotografie ist zeitloser”. Auch er postete damals ausschließlich Schwarz-Weiß-Varianten auf seinem Feed, obwohl er gerade kommerziell auch viele Farbfotos produziert. Sein Argument habe ich erst einige Jahre später verstanden. Und er hat absolut recht. Gerade in unserer immer schneller werdenden Zeit und die Flut von Fotos auf Instagram und Co, ist die Farbfotografie einem aktuellen Zeitgeist unterworfen. Während früher die Farbfilme und die entsprechenden Chemikalien die Farbe vorgaben, sind wir heute dank der Digitaltechnik komplett frei in unserer Farbgestaltung. Somit hat alles, was wir auf Instagram konsumieren, einen Einfluss auf unsere eigene Farbwahrnehmung und wie wir unsere eigenen Bilder “Looken”.

Dies ist auch der Grund, warum einem gerade die Farben schon nach kurzer Zeit nicht mehr gefallen und wir altes Bildmaterial auf anhieb als “älter” oder weniger “ästhetisch” definieren. Dabei können die Unterschiede auch mal nur das cyan in den tiefen Tönen sein.

Für mich bietet die Schwarz-Weiß Fotografie aber noch einen weiteren Vorteil. Ich brauche mir weniger Gedanken über die Farben im Bild machen. Passt das Oberteil zum Hintergrund, beißt sich die Hose mit dem Boden? Nein, ich kann mich einfach auf das Licht, den Ausdruck und das Motiv konzentrieren Was ich tatsächlich sehr mag.

Es dauerte übrigens auch nicht lange, bis ich schon in meiner ersten Kamera die Vorschauentwicklung auf Monochrome stellte und noch heute nur in den seltensten Fällen wieder auf Farbe.

Zu Gast im “Alltag eines Fotoproduzenten” Podcasts von Robert Kneschke

Interviews 3. September 2020

Vor ein paar Tagen hatte ich Besuch von Robert. Robert habe ich vor inzwischen einigen Jahren auf einer Adobe Veranstaltung kennengelernt, weil Murat uns vorstellte. Robert ist als Stock-Fotograf tätig und unsere Wege kreuzten sich in den letzten Jahren immer mal wieder. In meinem alten „Benventures“ Podcast war er einst auch zu Gast, um mir das Thema der Stock-Fotografie näher zu bringen. Auf seinem Blog „Alltag eines Fotoproduzenten“ schreibt er inzwischen seit vielen Jahren sehr erfolgreich über den Alltag als Fotograf. Über Netzwerke, Plattformen, Lizenzmodelle. Trocken, nüchtern aber sehr lehrreich. Umso mehr hat es mich gefreut, dass er mich jetzt zu seinem Podcast eingeladen hat. Inzwischen ist unser fast eine Stunde langes Gespräch auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu hören. Wer mag, darf gerne reinhören.

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Mein erstes Kopfhörer-Konzert auf der Summer Stage im Jugendpark

Fotografie 18. August 2020

Schon irgendwie phänomenal, wie sich das Leben manchmal überlegt, dich vom Gegenteil zu überzeugen. Diese in den letzten Jahren aufkommenden „Silent Konzerte“ oder Discos haben nie wirklich mein Interesse geweckt. Als dann klar war, dass das Maxim Releasekonzert für seine neue Platte „Grüne Papageien“ auf der Summer Stage mit Kopfhörern stattfinden wird, hatte ich noch keine dezidierte Meinung zu der Sache. Im Gegenteil. In erster Linie bin ich ja zum Fotografieren da, bekomme von Konzerten dann sowieso verschwindend wenig mit. Sah mich also schon nur mit Maske durch die Gegend laufen und absolut gar nichts mitbekommen.

Aber jemand hatte etwas dagegen. Also konnte ich nicht wiederstehen, als Max von den Kulturschaffnern, die das Format Lagerfeuer Deluxe veranstalten, während des Soundchecks zu mir sagte: „Willst Du schonmal deinen Kopfhörer?“ Ich willigte ein. Denn selbst neben der Bühne hört man abgesehen vom Schlagzeug wirklich fast gar nichts. Keinen Gesang, keine Gitarre, nichts. Umso größer war meine Überraschung.

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Mit Maxim und Mightkillya beim „Wie man loslässt“ Videodreh

Fotografie 7. Februar 2020

Es ist der erste Vorbote für die neue Musik von Maxim. „Wie man loslässt“ ist heute als Single erschienen. Ohrwurmqualität, ein bisschen melancholisch, ein bisschen positiv. Ein klassischer Maxim. Irgendwie und irgendwie auch nicht. Aber am Set zum Videodreh hat der Song bereits allen gefallen. Was das heißt, dürft Ihr heute selbst entscheiden. Denn neben der Single ist auch das Musikvideo soeben erschienen. Gedreht und produziert von Fabian und Julian – von Mightkillya.

Die Jungs aus Hattingen haben sich zuletzt mit ihrer Arbeit für KLAN und deren visuelle Filmzitate in meine Aufmerksamkeit gespielt. Dabei flimmerte eigentlich schon viel früher ein Musikvideo von Mightkillya über meinen Bildschirm: Das legendäre Rarri von Amilli.

Wie der Zufall es so wollte, entschied sich auch Maxim bei seine erste Single „Wie man losläßt“ für die videografischen Fähigkeiten der sehr sympathischen und ultra-fleißigen Mightkillya Bois. So kam es, dass ich mich eines sonnigen Herbsttages irgendwo im Umland von Hattingen wiederfand. Ich darf an dieser Stelle zugeben, dass ich schon lange mal bei einem Musikvideodreh dabei sein wollte – kurzerhand ergriff ich also die Chance.

Dabei weiß ich gar nicht so genau, was ich erwartet habe. Vielleicht hatte ich auch keine Erwartungen. Am Ende ist es aber wohl so, wie es oft in der Medienbranche auf Produktionen endet: Warten, Rauchen, Kaffee trinken. Maxim und seine von Mightkillya gescoutete Schauspielpartnerin Caya drehten Runde um Runde in diesem geilen alten Ford PickUp. Dann Location-Wechsel. Dann selbes Spiel von vorne. Dann Location-Wechsel. An sich nichts super spannendes. Umso interessanter ist aber, wie die Locations jetzt im Video wirken und wie die Jungs aus eigentlich alltäglichen Settings die Atmosphäre für die Bebilderung des Songs gebaut haben.

Während sie das Material zwischen den Einstellungen sichteten, nutzte ich die paar Minuten immer wieder für ein paar Fotos von Maxim. Meine persönlichen Favs findet iÍhr hier im Blogpost, viel mehr habe ich aber auch eigentlich nicht gemacht. Dazwischen vertrieb ich mir die Zeit mit Sven, dem Besitzer des Ford PickUps, der den Scheunenpfund vor einigen Jahren mal aus Amerika importiert hatte.

Schneller als gedacht endete der Videodreh zu früher Abendstunde in einer von Hattingen’s Pizzerien. Was übrigens auch der Stärke von Fabian und Julian zu verdanken ist und die ich bisher nur selten bei jungen Kreativen kennengelernt habe – zu wissen, wann man genug Material hat und die Klappe fallen zu lassen, statt den Dreh unnötig in die Länge zuziehen. Das gefällt.

Aber nun genug meiner Worte. Das heute veröffentlichte Musikvideo zu „Wie man loslässt“ findet Ihr unten im Blogpost. Viel Spaß beim Schauen und zuhören und lasst mich mal in den Kommentaren wissen, wie Ihr’s findet. Außerdem findet Ihr den Song natürlich jetzt auch auf Spotify und Co.

Für die bald startende kleine Maxim Vorabtour gibt’s übrigens noch ein paar Tickets. Der Gute spielt unter anderem in der Elbphilharmonie und ich bin fest überzeugt, dass es ziemlich gut werden wird. Außerdem kann ich Euch Maxim’s neuen Newsletter wärmstens empfehlen. Er schreibt dort sehr persönlich und ehrlich über die Musik, seine Gedanken und was ihn so im Schaffensprozess beschäftigt. Für mich ist es aktuell der beste Newsletter, den ich bekomme. Ihr könnt ihn hier ganz einfach abonnieren. Also den Newsletter.

Und zum Abschluss nun das gerade veröffentlichte Mightkillya Video zu Maxim’s neuer Single „Wie man loslässt“

Ich darf die Lagerfeuer Deluxe Künstler portraitieren

Allgemein 28. Januar 2020

Dieses Jahr findet das wunderschöne Kunstformat von den Freunden von den Kulturschaffnern tatsächlich zwei Mal im Monat statt. Wer auf handgemachte Musik steht, bekommt im ehemaligen Studio 672 (heute Jaki) im Stadtgarten, drei stets gut ausgewählte Bands in kleinem Setup live. Die Ticketpreise sind mehr als fair und die LineUps stets ziemlich gut. Ich hatte beim Lagerfeuer Deluxe schon den ein oder anderen guten Abend. Egal ob alleine oder mit Freunden und mag, was die Jungs von den Kulturschaffnern so konzipieren. Darum freue ich mich umso mehr, dass wir dieses Jahr das erste so richtige Projekt gemeinsam angegangen sind. Bis zur Sommerpause werde ich also alle Künstler des Lagerfeuer Deluxe im Umfeld des Stadtgarten portraitieren. Was wir daraus machen wissen wir noch gar nicht so genau. Vielleicht eine Ausstellung, vielleicht ein Buch? Mal gucken. Erstmal machen, lautet meine Devise. Das ganze mache ich übrigens wieder mit meiner Leica Q und habe mir dafür einen neuen ProFoto Auslöser und den B10 Akku-Blitz geholt. Das ganze funktioniert tatsächlich ganz gut, auch wenn ich mich noch ein bisschen eingrooven muss.

Hier werde ich Euch hin und wieder einfach ein paar Fotos von den Akustiksessions zeigen. Mal gucken, wie viele es in der Zukunft noch werden.

Lagerfeuer Deluxe Episode #2 in 2020

Lagerfeuer Deluxe Episode #1 in 2020

Vielleicht sehen wir uns ja auch mal auf einem Lagerfeuer Deluxe 😉

Neue Pressebilder für Maxim

Fotografie 19. November 2019

Maxim steht wieder in Startlöchern. Neue Musik, neue Tour im nächsten Jahr. Er ist einer der Künstler, die ich fotografisch schon am längsten und intensivsten begleiten darf. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich irgendwann vielleicht mal erzählen werde.

Vor ein paar Monaten zeigte er mir erstmals ein paar seiner neuen Songs und ich kann Euch verraten, es wird wieder richtig gut. Ich weiß selbst nicht wie er es immer wieder schafft, sich selbst und seine Musik so facettenreich weiterzuentwickeln, ohne dabei sich selbst zu verlieren. Jedes Mal, wenn ein neues Album von ihm rauskommt, denke ich, es kann nicht besser als sein letztes sein. Und doch setzt er immer wieder neue Highlights. Dabei ist es fast egal, ob es textlich, musikalisch oder am Ende einfach in der Live-Performance liegt. Nicht selten hinterfrage ich meine eigene Arbeit, wenn ich wieder sehe, wie allumfänglich, konsequent und informiert er sich seiner Musik hingibt.

Jedefalls war es vor ein paar Wochen auch mal wieder Anlass für ein paar Fotos loszuziehen. Neue Pressefotos für die Pressekommunikation, Tour-Plakate und Co. standen auf dem Plan.

Wir hatten Glück. Es war einer dieser schöneren Herbsttage in Köln. Morgens bewölkt und gegen Nachmittag zog die Wolkendecke auf. Ich hatte zwei Locations im Hinterkopf, wir starteten im Belgischen Viertel. Maxim mit zwei Outfits im Rucksack und los gings. Nach 30 Minuten waren wir fertig. Ich war selbst überrascht.

Es ist eine von Maxims größten Fähigkeit den Leuten, die er an sich und seine Musik heranlässt zu vertrauen. Für meinen Fall heißt das, dass wir meist ziemlich schnell mit Fotos fertig sind. Ich kann mich nicht mal erinnern, dass es in den letzten fünf Jahren einen Moment gab, in denen ich keine Fotos machen durfte. Meist versuche mich zu beeilen oder gar nicht aufzufallen. Sicherlich nicht einfach, wenn man zu zweit auf einem Parkdeck steht 😉 Dafür hat er diese entspannte Haltung, wenn Du ihn nicht fragst, würde er sich nicht mal die Bilder auf der Kamera angucken, weil er weiß, „dass da schon was bei sein wird. Mach einfach so wie immer“!

Als ich die Bilder auf dem Rechner hatte, wusste ich: 30 Minuten reichen. Ich habe die letzten 5 Jahre unzählige Bilder von ihm gemacht. Die von unserem 30-minütigen Parkdeck Shooting sind für meinen Geschmack, die besten, die ich bisher von ihm gemacht habe.

Am Ende wurde es nun dieses Bild, was zum Beginn seine Tour-Plakate schmückt. Der sehr talentierte Philipp Stephan Gisbert Rose zauberte diese Plakate daraus. Großartiger Typ, wer sich für Layout & Design interessiert, sollte mal auf seinem Portfolio vorbeisurfen!

Weil’s mich selbst fotografisch immer sehr interessiert und ich eigentlich alle Bilder aus der Strecke mag, gibt’s hier noch ein paar mehr Fotos.

Maxim Tour-Dates 2020

Wer jetzt Bock auf Musik in Farbe und Live hat, der kann sich schonmal die Termine der kleinen Vorab-Tour in den Kalender eintragen:

DatumStadtVenueTickets
01. März 2020KölnKulturkircheeventim.de
02. März 2020HamburgElbphilharmonieeventim.de
03. März 2020BerlinColumbia Theatereventim.de
05. März 2020MannheimAlte Feuerwacheeventim.de

Da gibt’s dann auch noch mehr neue Songs zu hören 🙂

Oma

Fotografie 17. Oktober 2019

Auch wenn ich wusste, dass dieser Tag kommen wird, ist er scheiße. Am 4. Dezember wärst Du 96 geworden und hast dir diese letzte unbeschwerte Reise mehr als verdient. Für mich warst Du nicht nur eine beeindruckende Frau, sondern auch die einzige Oma, die ich hatte. Du hast nicht nur deine sechs jüngeren Geschwister durch den Krieg gebracht, sondern auch deinen vier Söhnen und fünf Enkeln ein Zuhause geschaffen.

Ich hatte das Glück einer von ihnen zu sein. Statt Schlüsselkind wurde ich Omakind, wenn meine Eltern arbeiten waren. Unzählige Schulferien durfte ich mit meiner Schwester bei Dir und Opa verbringen. Du warst es, die mir das Schwimmen noch vor der Schule beibrachte, in Eurem Haus machte ich meine ersten Gehversuche, Du brachtest mir das Canasta, Schach und unzählige weitere Gesellschaftsspiele bei.

Auch wenn ich bis heute nicht weiß, ob ich dich wirklich ein einziges Mal im Schach geschlagen hätte, wenn Du es nicht gewollt hättest.

Später brachtest Du mir, auch wenn ich es nicht gerne zugebe, das Kochen bei und zeigtest mir und meiner Schwester das Engadin und brachtest uns dort deine Liebe zu den Bergen näher. Unzählige Schulferien verbrachten wir mit Dir in der Schweiz. Wir schwammen in Bergseen und selbst, wenn uns 67 Lebensjahre trennten, gingst Du im Sommer mit uns Wandern und im Winter mit uns Skifahren. Mit Dir habe ich meinen ersten Kräuterlikör getrunken, oder auf der Terrasse unter freiem Himmel geschlafen. Oft gingen wir abends mit Bauchschmerzen vom Lachen ins Bett. Du brachtest Dir selbst noch im hohen Alter Italienisch und Englisch mithilfe von Sprachsoftware auf deinen Computer bei. Und standest sogar noch auf dem World Trade Center.

Für uns warst Du immer auf ICQ und Skype erreichbar und hast zuletzt via Tablet und Whatsapp mit uns kommunizierst. Wenn ich heute mal vor einem elektrischen Gerät hänge und mit meinen 28 Jahren verzweifel’, denke ich an dich. Und bin ein bisschen stolz.

Du konntest „neins“ nur schwer akzeptieren. Hast versucht deine Neugier für Neues zu behalten und auch wenn Du nichts von dem verstehst, was ich in meinem Leben tue, warst Du immer für mich da.

Mit deiner Digitalkamera habe ich vor vielen Jahren im Sommerurlaub sogar den ersten Kontakt zur digitalen Fotografie gehabt. Jeden Abend musstest Du dir meine schlechten Blumenfotos stundenlang anschauen. Gemeckert hast Du dabei aber nie. Zuletzt warst Du viel zu schnell und am Anfang noch ohne Helm mit deinem elektrischen Fahrrad unterwegs. Gingst einkaufen, fuhrst zum Arzt oder an den Fühlinger See. Irgendwie wolltest Du wohl selber nicht war haben, dass auch Du älter wirst. Lieber hast Du stolz von deinen letzten Fahrradausflügen erzählt, die über die Zeit weniger und weniger wurden.

Umso schwerer fiel es mir, deinen zwar kurzen, aber nicht deinem Leben würdigen Leidensweg in den letzten Wochen zu akzeptieren. Auch wenn Du bis zuletzt deinen trockenen Humor nicht verloren hast, hattest Du dir schon länger das Ende gewünscht. Wer soll Dir das auch nach 95 Lebensjahren verübeln?

Ich hoffe Du bist deinen geliebten Bergen jetzt noch ein bisschen näher als früher! Das ist der aktuell einzige Trost.

Danke für alles, Oma! Und Grüß Opa, wenn Du ihn siehst!
xoxo,
Ben

* 4. Dezember 1925 † 17. Oktober 2019

2015/2016 auf Ilford Hp5 Rollfilm mit der Rolleiflex von meinem Opa aufgenommen.