Orange is the new black – Ein gutes Fotoarchive

Scheinbar haben die Menschen vor meiner Kamera in den letzten Jahren ein unterbewusstes Faible für die Farbe Orange entwickelt. Nur so kann ich mir erklären, dass ich überhaupt diesen Blogpost verfasse.

Als ich vor ein paar Tagen die Bilder von Maxim bearbeitete, gab’s da auch dieses eine hier: Er mit seiner orange-farbigen Bomberjacke auf der grünen Flusswiese irgendwo in Hattingen. Ich hatte mal wieder sauber mittig geframed. Wie ich es sehr oft mache und am Ende einer langen Reportage merke, dass irgendwie alles in der Mitte ist. Das passiert mir immer wieder. Ich experimentiere dann wieder mehr rum und am Ende lande ich wieder in der Mitte. Zumindest bei den Bildern, die dann auch final in die engere Auswahl kommen.

Und als ich das Bild von Maxim so exportierte, fiel mir ein, dass ich doch sowas mit Orange schonmal hatte. Also warf ich mein PicDrop an, suchte nach “Samnaun”, weil ich zuletzt daraus Bilder für meine Travelnotes Ausstellung gedruckt hatte, und fand Mark wieder. Beim Rauchen. Mit oranger Skijacke und dem Blick über die Berge von Samnaun. Was mich tatsächlich an meine Travelnotes Ausstellung erinnerte und mich zu dem Bild von der netten Russin aus Sotchi führt, die ich auf unserem Tagesausflug in den Kaukasus fotografierte. Im Schnitt trennen 2 bis 5 Jahre jedes dieser Bilder untereinander.

Dass es diesen Blogpost nun also gibt, verdanke ich einzig und allein dem Fakt, dass drei Menschen ein Faible für Orange haben und ich regelmäßig durch meine Archive stöbere, um Bilder für Ausstellungen oder andere Verwertungen rauszusuchen. Noch geiler wäre es natürlich, wenn ich mich an jedes der Motive vom Fotografieren erinnern würde, aber dafür ist ihre einzelne Bedeutung wahrscheinlich zu gering. Erst im Ganzen als übergreifende Serie machen sie auf einmal Sinn und aus einem Einzelbild entsteht eine Sammlung. Sebastian Schröder würde es Post-Rationalisierung nennen. Für mich ist es absolut legitim und vielmehr ein Beweis, dass sich ein gutes Archive und webbasierte Dateilieferdienste wie PicDrop mehr als lohnen können.

Und, wie archiviert ihr so Eure Bilder? Habt ihr schon verrückte Fundstücke und Verbindungen über mehrere Jahre hinweg entdeckt? Wenn ja, schreibt’s mal in die Kommentare. Würde mich tatsächlich interessieren – schließlich gehts sicher nicht nur mir so.

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