Für uns Mitteleuropäer ist es eine unfassbar gute Idee, genau in der Off-season in den Norden zu reisen. Zum Beispiel Anfang Februar. Genau dann, wenn sich die Stockholmer gerade anfangen über die milden Temperaturen zu freuen und wir uns immer noch den Arsch abfrieren. In dem wunderbaren Schnee-Regen-Matsch sind natürlich auch die Nikes schon beim ersten Schritt aus der Hotellobby klatsch nass. Die eigentlich wärmenden Tennissocken speichern den einstigen Schnee konsequent über den ganzen Tag und sind auch eher schwierig wieder trocken zu bekommen. Aber was soll das ganze Rumgeheule eigentlich? Im Sommer besucht schließlich jeder Stockholm. Dabei gibt es doch auch im Winter einiges zu entdecken. Ein paar Empfehlungen für die nasskalten Tage im Norden kann ich Euch somit aus erster Hand und mit abgefrorenen Fingern geben. Die werden an der Kamera nämlich so richtig kalt.

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Fotografiska

Immer einen Besuch wert. Das Fotografie-Museum ist allein architektonisch absolut begeisternd. Es ist eins der wenigen nicht staatlichen Museen in Stockholm und somit nicht in den Stockholmcards inbegriffen. Selbst mit dem Key of Honor müsst ihr den Eintritt leider selbst berappen. 90 Kronen kostet der Aufenthalt im Fotografiska für Studenten. Wer sich an den Bildern irgendwann sattgesehen hat, sollte unbedingt noch ins Fotografiska Café in der obersten Etage des Baus gehen. Dort gibt es dank bodentiefer Fenster einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt. Außerdem ist es natürlich warm und trocken. Da das Museum seine Ausstellungen in der Regel alle 3 Monate erneuert, kann es gerade bei schlechtem Wetter und an Wochenenden auch mal zu einer kleinen Schlange vorm Eingang kommen. Da müsst ihr aber dann einfach mal stark sein und die Kälte ertragen. Ich hab’s auch geschafft :)

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Art Café

Wer seine Füße nicht mehr spürt, sollte sich mal auf einen Kaffee oder warmen Kakao in das Art Café begeben. Mitten in der Altstadt liegt es etwas unterhalb der Västerlånggatan und wird gerne im Vorbeischlendern übersehen. Eine steile Steintreppe führt in die Gewölbe. Wer kein Problem hat, seinen Kaffee und etwas schwedisches Gebäck unter der Erde und ohne Tageslicht zu genießen, kann sich hier in Ruhe aufwärmen. Das Platzangebot ist groß genug und der etwas eigene Charme eine gelungene Abwechslung zu den sonst sehr engen Cafés.

[flexiblemap address=“Västerlånggatan 60, Stockholm“ title=“Art Café Stockholm“]

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MAX

Wenn es in Stockholm mal nach FastFood verlangt, sollte jeder von seinen Standard-Menüs abweichen und BurgerKing, McDonalds und Co. den Rücken kehren. In Stockholm gibt es mit MAX angeblich „sweden’s tastiest Burgers“ eine wirklich gute Alternative. Unbedingt mal ausprobieren, findet ihr fast an jeder Ecke!

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Tunnelbana

Das Ubahn-Netz von Stockholm gehört so mit zu den intelligentesten und durchdachtesten Systemen, die ich kenne. Das hat viele Gründe. Wer es bei der Kälte und mit nassen Füßen nicht mehr aushält und nicht andauernd im Café sitzen will, kann auch mit gutem Gewissen Tunnelbana, wie es auf Schwedisch heißt, fahren. Die tief in die Erde gebauten Stationen bieten einiges, was ich entdecken lässt. Von Wandgemälden, bis architektonisch inspirierenden Rolltreppenkonstellationen ist eine Menge dabei. Dafür lohnt es sich besonders die blaue (T10, T11) und grünen Linien (T19, T17, T18) abzufahren. An der Zentralstation in T-Centralen gibt es auch eine große Auswahl an dokumentarischem Bildmaterial, welches die Wände der Verbindungsgänge ziert. So lässt sich die Entstehungsgesichte der Tunnelbana direkt nachvollziehen.

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Katarinahissen

Der öffentliche und sich aktuell leider nicht in Betrieb befindende Freiluftaufzug bietet mit seiner Ausstiegsplattform einen kleinen aber feinen Überblick über die Stadt. In Södermalm gelegen ist er nur wenige Meter vom Fotografiska Museum entfernt und lässt sich über unzählige Stufen im angrenzenden Wohngebiet besteigen. Wenigstens ein kleines Trostpflaster für alle die, die in der Wolkenschicht von Stockholm nicht in den Helikopter steigen konnten.

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S7

Den besten Mittagsschlaf kann man in der Off-Season meiner Meinung nach übrigens in der S7 halten. Die S7 ist nämlich Stockholms einzige Straßenbahn und fährt in ca. einer halben Stunde vom Sergels torg im Zentrum (T-Centralen) nach Waldemarsudde, wo sie dreht und wieder zurückfährt. Inbegriffen in das Stockholm-Ticket könnt ihr die S7 so oft hin- und herfahren, wie ihr wollt. Schwarzfahren ist in Stockholm übrigens unmöglich. Die Tunnelbanan sind alle durch elektronische Schranken gesichert. Hin und wieder wird auch stichprobenartig am Ausgang kontrolliert. In der S7 fährt die Kontrolle die ganze Zeit mit.

Ein 72 Stunden gültiges Wochenendticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel kostet übrigens 60-80 Kronen und ist nicht größer als eine Visitenkarte, öffnet aber alle Schranken 😉

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Mercure Hotel in Stockholm

Eine Unterkunft, die ich Euch nun empfehlen kann, ist das Mercure Hotel in Stockholm. Das liegt zwar etwas außerhalb, ist nicht besonders stylisch, dafür aber bezahlbar und dank des guten Tunnelbana Systems immer noch gut angebunden. In knapp 25 Minuten seit ihr von dort mit der Bahn in Gamla Stan. Die Zimmer sind geräumig, die Badezimmer groß und das Frühstück bietet alles, was das Herz begehrt. Trotzdem braucht ihr vom Flughafen Arlanda ca. 45 Minuten mit dem Taxi bis zum Hotel. Preislich müsst ihr Euch da auf ca. 600 Kronen einstellen. Das liegt vor allem daran, dass alle internationalen Flüge in Stockholm über Arlanda abgefertigt werden und dieser Flughafen ziemlich weit außerhalb liegt. Der städtische Flughafen von Stockholm steht hingegen nur innerskandinavischen Flügen zur Verfügung.

Etwas näher am Flughafen und genauso gut angebunden ist auch das Scandic Hotel in Brommaplan, in dem ich bei meinem ersten Stockholm-Trip residierte. Dort sind die Zimmer zwar etwas kleiner, dafür ist der Fußweg zur Tunnelbana kürzer. Das Frühstück ist in beiden Hotels gleich gut und Einkaufsmöglichkeiten liegen auch in beiden Fällen fußläufig vor der Hoteltür.

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Zum Abschluss folgen noch ein paar Bilder in wilder Reihenfolge und ohne Anspruch an irgendetwas. Mehr Momentaufnahmen direkt vom Trip findet ihr auf meinem Instagram Account.

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Bedanken für die 48 Stunden in Stockholm darf ich mich an dieser Stelle noch bei Worldtravlr und Accor (Mercure).

© Bilder: www.benhammer.de / Cover © Denny Lang