Zu Gast bei Tobias Bosch

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Genau so aufgeräumt und hell wie seine Website, ist auch sein Büro in einem der Kölner Hinterhöfe an der Aachenerstraße. Mit Cap und einem breiten Grinsen empfängt mich Tobias Bosch noch in der Türschwelle seiner Agentur.

Aus den hohen Räumlichkeiten organisiert Tobias zusammen mit einer Angestellten im eigenen Büro und einem Freiberufler in Berlin die Produktionen seiner Fotografen. Zu denen unter anderem Cem Guenes, Jens Ihnken, Marco J. Schöler oder Nicola Roman Walbeck gehören.

Pro Woche kommen geschätzt 10 Anfragen von neuen Fotografen, die gerne auch von Tobias Bosch und seiner Agentur vertreten werden möchten. Keine schlechte Zahl für jemanden, der erst über Umwege in die Fotografiebranche geriet und vor vier Jahren den spontanen Entschluss fasste, eine Agentur zu gründen.

Damals hatte er erst die leitende Position im Personalwesen eines Unternehmens aufgeben, um das Angebot eines Fotografen anzunehmen und dessen Studio zu managen. Nachdem der sympathische Vollbartträger dort sein Handwerk für Fotoproduktionen gelernt hatte, gründete er 2010 seine heutige Agentur unter eigenem Namen. Zu seinen Auftraggebern gehören inzwischen renommierte Agenturen wie BBDO, Ogilvy & Mather, Jung von Matt. Aber auch Brands wie Vodafone, Bayer, Carlsberg, Coca Cola, Hugo Boss und viele mehr setzen auf das Know-How seiner Agentur und die Kreativität seiner Fotografen.

Dabei treibt ihn nicht nur die Freude an der Fotografie an, sondern vor allem der Spaß, mit seinen Künstlern gemeinsam zu wachsen. Vielleicht ist auch genau das der Grund, warum er seine Fotografen so spezifisch auswählt, denn auch persönlich muss es bei ihm stimmen. „Working time is quality time. Die meiste Zeit verbringe ich auf der Arbeit und damit auch mit diesen Menschen in meinem Leben“.

Klare Worte und die beste menschliche Werbung für alle, die bereits von ihm vertreten werden. Da sind Verträge oft nur noch Formsache. Dass dieses Konzept zu funktionieren scheint, beweisen die Erfolge seiner Künstler und seine Full-Service-Foto-und-Filmproduktionen und Castings in ganz Deutschland, Europa und Südafrika.

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Tobias Bosch findet ihr mit eigner Website im Web und mit offizieller Fanpage auf Facebook.

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15,5 bescheuerte Fragen an André Josselin

7 Tage nach uns ist auch dieses klein-bescheuerte Interviewformat im neuen Jahr angekommen. Den Startschuss für 2015 gibt niemand Geringeres als Haudegen André Josselin aus Köln. Euch wird er vor allem als Mr.Jerseyyy mit atmosphärischen Lifestylefotografien im Kopf geblieben sein. Schon unzählige Male hatten wir die Arbeiten des emsigen Freigeistes hier vorgestellt. Nach der erfolgreichen Namensänderung auf André Josselin folgt nun seine Interpretation von 15,5 bescheuerten Fragen. Macht Spaß, versprochen!

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf?
Wegen dem Fame, den Frauen, den Autos!

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
Interviews geben, Leben retten, im Internet rumhängen

3) Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheiße verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
Würde noch kurz nen Selfie machen, oder meine Schuhe fotografieren. Ansonsten würd ich glaub ich Jay Z fotografieren wollen und mir danach was vor rappen lassen. Wenn schon, denn schon.

4) Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
Wenn sich Menschen sympathisch und beide Single sind, man sich anziehend findet, warum nicht? Wenn’s ein Job ist, nein.

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
Klaro. Ich kann dich also auch mal fotografieren, falls du darauf hinauswolltest!

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
Astronaut. Oder Schuhverkäufer. Je nachdem, wen man fragt.

7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
Momente festzuhalten, Leute kennenzulernen, Dinge zu erschaffen die andere Menschen bewegen.

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
Immer.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
2 – verrate aber nicht welche. ha!

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
Zu erst ist da so ein Glücksgefühl, Freude über das geschaffene, dann schnell Unzufriedenheit, streben nach mehr. Yo. Ist so ein ständiger Wechsel.

11) Bist du Autodidakt?
Ja und nein.

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
Glaube nicht, dafür hab ich eine zu große innere Unruhe und Neugier.

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
Will eine Weltreise machen. Oder zumindest viele Länder und viele Orte und Menschen sehen. Nur ich mit meiner Kamera und am besten mit ein paar Freunden. Das ist ein Traum. Natürlich würde ich auch gerne mal berühmte Persönlichkeiten in meinen Style quetschen und Sie so fotografieren wie ich das will. Echt, unverfälscht. Ihre ganz persönlichen Moment festhalten. Vielleicht klappt das ja irgendwann. Olli Kahn hat gesagt, „weiter machen, immer weiter machen!“ – also mach ich das! Danke Olli!

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
Lasst es sein!

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
Mit Sascha (LICHT IST ALLES) habe ich viel über Fotografie gesprochen, und ich denke wir konnten beide viel voneinander lernen und unseren Horizont erweitern – gerade weil wir so unterschiedliches Zeug machen. Ich bedanke mich auch beim Erfinder von Instagram für die visuelle Inspiration. Paul Ripke danke ich auch, weil er son süßer Fratz ist! Und meinen Eltern – Eltern dankt man doch immer, oder?

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?

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Was andere Fotografen geantwortet haben, könnt ihr hier in Ruhe nachlesen!


15,5 bescheuerte Fragen an Calvin Hollywood

Calvin Hollywood ist eines der prägensten Gesichter der digitalen deutschsprachigen Fotoszene. So groß wie seine Community an YouTube-Abonnenten und Facebook-Fans ist auch die Kontroverse, die seine Person bei Fotografiebegeisterten auslöst. Mir egal, als Macher darf auch er mit seinem Lebensweg und seiner Meinung hier nicht fehlen. Darum folgen hier nun seine 15,5 gute Antworten auf meine bescheuerten Fragen.

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf?
Als ich die Kamera zum ersten Mal in der Hand hatte (2005), konnte ich etwas Kreatives machen. Das ist mir zuvor nie so richtig gelungen. Etwa ein Jahr später wusste ich: DAS willst du mal beruflich machen. Ich hatte dann 5 Jahre Zeit darauf hinzuarbeiten. Ich liebe es Bilder von Menschen zu machen und sie in Rollen schlüpfen zu lassen.

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
Inzwischen glaube ich nicht mehr. Aber vor 3 bis 4 Jahren war ich im Basketball ganz gut dabei. Ich habe 10 Jahre Liga gespielt und es war die gleiche Leidenschaft, wie heute das fotografieren. Damals kam die Bundeswehr und ich musste den Sport leider sehr einschränken.

3) Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheiße verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
Auf jeden Fall ein schönes Porträt meiner Familie. Da kann kommen wer will, aber die letzte Auslösung bekommen die wichtigsten Menschen in meinem Leben.

4) Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
Wenn beide es wollen und vor allem auch verantworten können, finde ich das in Ordnung. Leider habe ich schon viele Fotografen erlebt das praktiziert haben, obwohl sie eine Familie oder einen Partner haben. Geht gar nicht!

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
Ja und ich denke auch das sollte man können. Klar ist es angenehmer und besser mit Personen zu arbeiten, die einem sympathisch sind. Aber sobald es kommerziell wird, trifft man auf sehr wilde Charaktere und da kann nicht jeder sympathisch sein.

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
Polizist bzw. immer noch Soldat :-)

7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
Die Herausforderung und Arbeit mit Menschen (im Bereich der Peoplefotografie)

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
Kompliment für deine Fragen! Spontan ist mir dazu nichts eingefallen.
– 2 min später –
Ich denke durch die Pressefotografie (Unfälle etc.) könnte so etwas möglich sein. Man zeigt Dinge, welche einem die Augen öffnen und zu Handlungen bewegen, die sinnvoller sind als die ursprünglich geplanten.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
Ich tippe auf zwei (Sehen und Hören). Ein paar mehr wenn man auf die Frage mit dem Model zurückkommt :-)

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
Bei den Auftragsarbeiten und freien Arbeiten zu 90% Zufriedenheit. Bei den Bildern meiner Familie Glück, Freude usw.

11) Bist du Autodidakt?
Ja! Wobei ich mich so extrem weiterbilde, dass dies fast schon darüber hinausgeht. Ich besuche Seminare (online und offline).Daher bringe ich es mir ja nicht selbst bei. Aber ich habe keine klassische Ausbildung.

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
Aktuell JA. Das stimmt mich manchmal etwas nachdenklich. Wo bleibt die Herausforderung? Ich mag es mich von 0 nach oben zu arbeiten.  Aber ich bin extrem zufrieden mit allem und will ja auch noch so viel lernen. Es kann sein, dass ich in ein paar Jahren anders denke.

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
Hm…. ich habe gerade eine GmbH gegründet und möchte weitere Arbeitsplätze schaffen. Größer werden. Aber aktuell sehe ich keine extrem große Veränderung in meiner Arbeit selbst. Es sind eher viele kleine Ziele. Evtl. kommen auch mal wieder richtig Große.

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
Arbeite hart und lerne von den Erfahrenen. Sei fleißig und plane deine Zeit sinnvoll. Fotografiere viel und denk dran: Prof. Fotograf bedeutet 20% Fotografie und 80% Business!

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
Ich habe eigentlich IMMER Hilfe bekommen. Auf internationaler Ebene war es Katrin Eismann, Russell Brown und Scott Kelby. In Deutschland war es meine Community. Das sind wirklich sehr sehr viele Menschen, wo ich täglich immer wieder etwas lerne und Hilfe bekomme.

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?
Ich habe jetzt echt lange gesucht und mich für eine Auftragsarbeit entscheiden, welche schon sehr für meinen Stil steht. Künstlich, Sport, kontrastreich usw. Nicht mein Bestes, aber ein Bild, welches mein Portfolio evtl. auf den Punkt bringt.

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© Bilder: Calvin Hollywood

Wer sich noch in der 15,5 bescheuerten Fragen Kategorie die Ehre gegeben hat, seht ihr hier.


15,5 bescheuerte Fragen an Martin Neuhof

Die Bilder des  Leipzigers Martin Neuhof tragen eine Atmosphäre in sich, deren Empathie und Natürlichkeit nur schwer woanders zu finden ist. Vielleicht beherrscht Martin das visuelle Spiel mit Farben und Motiven sogar so gut wie kein Anderer. Mit seiner emotionalen Art und seinen faszinierenden Arbeiten war er schon des Öfteren Teil auf diesem Magazin. Nebenbei beweist er aber auch in gesellschaftlichen Langzeitprojekten seine Ausdauer und Leidenschaft für das größere Motiv. Umso mehr dürft ihr Euch jetzt auf die Antworten dieses angenehmen Zeitgenossen freuen, die es hier an seinem Geburtstag zu lesen gibt.

Martin findet ihr natürlich auch auf Facebook, Twitter, Instagram, Flickr und Co.

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf/in?
Weil es meine Leidenschaft ist, die mich weiterbringt und die mich anders denken lässt. Sie zeigt mir Grenzen auf, nur um dann ein paar Monate später diese Grenze wieder zu verschieben.

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
Ich glaube beim Grafik- und Webdesign bin ich ganz gut.

3. Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheiße verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
Meine Verlobte. Wir haben so ein kleines Ritual, mindesten einmal im Jahr wird sie von mir fotografiert. Es ist spannend zu sehen: Innerhalb der Jahre sehe ich in unseren gemeinsamen Fotos auch die Entwicklung in unserer Beziehung, aber natürlich auch die eigene fotografische Entwicklung.

4) Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
Geht gar nicht.

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
Ja das geht, obwohl unsympathische Menschen eher selten vor meiner Kamera stehen. Aber manchmal ist die große Leidenschaft Fotografie eben doch nur ein Job.

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
Ich schätze sehr, dass meine Eltern mich immer unterstützt haben und mir oft unter die Arme gegriffen haben. Vielleicht hätten sich meine Eltern was Solideres gewünscht.

7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
Das Beste darin ist, dass du Dinge als Fotograf anders wahrnimmst. Du beobachtest Orte anders und die Fotografie bringt dich an Orte, an die du nicht im Traum denken würdest.

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
Ich glaube gute Fotografie kann wachrütteln, kann Geschichten erzählen und komplexe Zusammenhänge erklären und ein aktuellen Prozess beeinflussen, ohne dass man die jeweilige Sprache des Landes beherrscht.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
Manchmal ist es für mich wichtig, einfach mal kurz die Augen zu schließen, die Bilder die man im Kopf hat zu ordnen und in die richtige Reihenfolge zu bringen. Ich glaub jeder Sinn beeinflusst die Fotografie auf die ein oder anderer Weise.

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
Manchmal schlage ich die Hände über den Kopf zusammen und denke „Wie konntest du nur?“. Das sind dann aber meist Bilder, die ein paar Jahre alt sind. Wenn ich mir dann aber z.B. Bilder aus meinem Uganda-Aufenthalten anschaue, tauche ich wieder in fremde Welten ein und versuche das was ich dort gefühlt habe wieder abzurufen. Ich muss mir immer Folgendes in mein Bewusstsein rufen: Du bist privilegiert, du lebst deinen Traum. Wie viele Menschen können das von sich behaupten?

11) Bist du Autodidakt?
Ja, seitdem ich im Jahr 2000 meine erste Digitalkamera geschenkt bekommen habe, lässt es mich nicht mehr los.

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
Ja.

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
Ich glaube die Wege, wie man ein Bild fotografiert, verändern sicher derzeit drastisch. Als Fotograf damit Geld zu verdienen wird auch schwerer, ist aber nicht unmöglich. Mein Traum muss weiterhin sein, meine eigenen Gedanken und Emotionen in mein Gegenüber zu projizieren.

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
Stürz dich nicht ins kalte Wasser. Bau dir behutsam etwas auf. Fang erst mit einem Nebengewerbe an, versuche dann deine komplette Energie in die Fotografie zu lenken und wenn es dann gut läuft, wage den Schritt in die komplette Selbstständigkeit.

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
Zum einen die Person, die mir meine Ausbildung zum Mediengestalter ermöglicht hat, zum anderen eine Person, die mich politisch sehr geprägt hat und die Leute, die zu meinem kreativen Kollektiv in Leipzig gehören.

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?
Natürlich & verträumt.

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© Bilder: Martin Neuhof


15,5 bescheuerte Fragen an Lennart Ritscher

Die geilen Bilder von seiner Weltreise spülten sich per Facebook irgendwie in meinen Newsstream. Seitdem möchte ich den Hamburger Nachwuchsfotografen Lennart Ritscher nicht mehr missen, der mir noch heute mit seinen vielseitigen Fotos einen Haufen Spaß bereitet. Konsequenterweise muss natürlich auch er sich damit den 15,5 bescheuertsten Fragen des Universums stellen. Matz ab! Mehr geilen Scheiß findet ihr von Lennart hier..

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf?
Weil ich echt kein Talent zum Malen habe, aber echt gerne Momente festhalte.

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
Autofahren vielleicht…

3) Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheiße verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
A$AP Rocky, egal wo. Hauptsache A$AP.

4) Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
not

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
Geht bestimmt, macht aber sicher keinen Spaß. Hatte ich zum Glück noch nicht….

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
Meine Eltern haben sich da eigentlich immer relativ rausgehalten, aber Fotograf hätten sie mir sicher nicht geraten…

7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
ein Produkt zu schaffen. Es ist schon richtig cool am Ende was in der Hand zu halten. Fast wie ein Tischler.

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
Fotografie kann viel, aber ich wüsste nicht wie sie direkt Leben retten könnte.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
Sehsinn ist schon ganz praktisch, ein bisschen Geschmackssinn ebenso 😉

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
Manchmal Freude, manchmal möchte ich aber auch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und alles noch mal neu machen, auch wenns gar nicht so schlimm ist. Ich bin sehr sehr selten sofort zufrieden mit meinen eigenen Sachen.

11) Bist du Autodidakt?
ja, total. Ich studiere jetzt aber noch Kommunikationsdesign / Art Direction, also ändert sich das gerade ein wenig, fotografisch aber Autodidakt.

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
Definitiv nicht. Ein Leben lang studieren stell ich mir langweilig vor, auch alles andere ist definitiv noch ausbaufähig. Mal sehen was die Zeit so bringt.

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
Eigentlich gar nicht, ich weiß auch nicht ob das gut oder schlecht ist. Ich versuche weiter an mir zu arbeiten und schau mal was die Zeit so bringt. Einfach weiter fleißig sein und so viel wie möglich fotografieren.

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
Das sollen die wirklich professionellen Fotografen beantworten, aber ich denke Fleiß und Kommunikation spielen schon eine sehr große Rolle.

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
Ich denke durch meine Zeit bei Paul habe ich schon viel lernen können, da gehören halt auch die Nackenschläge in den richtigen Situationen dazu. Danke dafür also. Auch Franca Wrage hat mir immer mal wieder Input geben können :) Danke danke!

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?
Das ist relativ schwierig, da ich noch viele total unterschiedliche Fotos mache. Aber ich denke dieses Wakeboard Bild passt ganz gut, da ich durchs Wakeboarden mehr oder weniger angefangen habe mich mit Fotografie ernsthafter zu beschäftigen.

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© Bilder: Lennart Ritscher


15,5 bescheuerte Fragen an Sascha Höcker

Sascha Höcker ist der Berliner Fotograf, der sich bis vor kurzer Zeit noch hinter dem Pseudonym LICHT IST ALLES im Internet versteckt hat. Das sich seine Passion ausgerechnet um Licht dreht, ist kein Wunder. Schließlich leben seine Lifestyle-Aufnahmen vor allem von der Atmosphäre, dem Licht und der kraftvollen Nachbearbeitung. Eine Bildsprache die ihr immer erkennen werdet – was Sascha mit Worten zu sagen hat, seht ihr jetzt mit diesen 15,5 bescheuerten Fragen.

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf?
Bin ich das?

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
Einfach Dinge tun!

3) Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheiße verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
Den Verkäufer der mir meine neue Cam verkauft.

4) Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
Wer möchte auf dem Bild wie ein durchgeficktes Eichhörnchen aussehen? Ist nicht okay.

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
Wenn ich ihnen sympathisch bin ja.

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
So wie ich heut bin.

7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
Schöne Dinge sich immer wieder vor Augen zu führen.

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
Gute Fotografie kann umdenken lernen, aufmerksam machen.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
Alle!

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
Ich höre sie. Ohne Scheiß, sie fühlen sich an wie eine dumpfe Trommel, die die Wucht des Aufschlags verschlingt. Umgesetzt aufs Licht und den Schatten empfinde ich dann Wärme und jedes harte Licht wird verschluckt.

11) Bist du Autodidakt?
JA!

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
NEIN!

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
JA. Besuch mich in 5 Jahren und ich werde Dir sagen ob es geklappt hat.

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
Keine Ahnung ich bin keiner!

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
Sina, der ein wenig für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Ansonsten bin ich scheu wie ein junges Reh und gehe meinen Weg oft allein.

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?Stanley Rubin am Brandenburger Tor

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Bilder: Sascha Höcker


Coke. - Light.

Es gab da diese Kampagne von Coca Cola.

James Franco, ein verdammt gut ausgewählter Promi, Chapeau.
Immerhin, ein Mann macht an. Dass er dabei immer noch nicht zum Objekt wird, sondern Akteur bleibt, geschenkt und der Gesellschaft, die ich doch selbst mitgestalte, geschuldet. Ich fasse mir an die eigene Nase, an das eigene Interesse, auch wenn ich nicht wirklich eine Person bin, die so angemacht werden möchte. Es entzieht sich nicht meiner Vorstellungskraft, dass es zieht. Vor allem mit James Franco.
Aber eigentlich will ich mir die andere Seite ansehen, die der Frau, die, wenn sie denn überhaupt mal eine Rolle spielt, immer noch untergeht, nie Mittelpunkt ist. Da denke ich an die TV Werbung für Coke Zero, in der sie erst Manuel Neuer werden muss, damit Fußball Spaß macht, in der sie nur nach Hause gehört. Ich dachte mir, hier geht es darum, dass sie Frau sexy ist, weil sie cool ist. Das ist aber meine eigene lang eingedroschene Assoziation mit Cola insgesamt. Das coole Getränk, bevor es cool wurde, Bier zu trinken. Das coole Getränk der Grundschulendzeit, des Umbruchs vielleicht. Da lässt sich so wundervoll viel hinein interpretieren.
James Franco und ziemlich gute Drehbuchautor*innen schaffen es das Getränk zur Ursache der Ausstrahlung zu machen, nicht den Körper. Zumindest habe ich erstaunlich wenig nackte, orangenhautfreie Ärsche gesehen. Sie schaffen es sogar bei mir und James Franco ist nun wirklich nicht mein Typ.

Und dann lese ich etwas von Fatshaming. Ich frage mich, wo, ich frage mich, wann. Ein Nebensatz, der mir entging? Nein. Auf der Plakatwerbung fällt “Null Kalorien” ins Auge. Natürlich, wir sprechen von der Lightversion. Das ist also eine Werbung, die Frauen suggeriert, sie müssten ein Getränk ohne Kalorien zu sich nehmen um cool zu sein. Ist das das gleiche wie schlank sein um cool zu sein?

Ja, dass da Heteronormativität läuft, Sexismus, ja, ja, ja. Aber da habe ich eben echt schon Schlimmeres gesehen.
Doch dass das Fatshaming an mir vorbeigeht, der Körperkult, der seinen Namen nicht verdient, der Zwang zum dünn sein, zum photogeshoppt sein, das… naja, ich weiß nicht, ob ich mich dafür schämen soll, nicht genug Awareness zu besitzen oder ob ich strunzglücklich bin – denn vielleicht habe ich es nur nicht bemerkt, weil es mich dank all der Aufklärung, die diese Masse toller Feministinnen im Netz leistet, einfach nicht mehr so juckt.

Wäre ein ziemlich egozentrischer und gesellschaftspolitisch wenig hilfreicher Grund.
Aber ein hübscher, oder?
Darf ja auch mal sein.

Dieser Text steht unter der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA Kiane l’Azin


15,5 bescheuerte Fragen an Paul Ripke

Fotografen-Rockstar Paul Ripke gibt 15,5 knappe Antworten. Währenddessen steht die digitale Fotoszene gerade Kopf und feiert dem Release der WM-Foto-Bibel ‚One Night in Rio‘ entgegen. Zwischen Marteria Tour-Auftritten, Videologs und der Promotion für ‚One Night in Rio gibt es Paule also jetzt hier in kurzer Wortkunst. Viel Spaß. Mehr vom Leben des Paul könnt ihr auf Instagram, Facebook und in seinem Blog miterleben.

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf/in?
weil mir schnell langweilig wird.

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
ganz viel. Tennis. skifahren. reden. spielen.

3) Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheiße verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
mich selbst.

4) Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
mir völlig egal.

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
ja

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
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7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
die Abwechslung

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
nein.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
4

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
langeweile

11) Bist du Autodidakt?
ja

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
nein.

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
nein. ich denke immer nur von Jahr zu Jahr.

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
üben üben üben.

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
marten laciny, reinhold beckmann, bernd von geldern und oliver bierhoff

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?

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© Bilder: Paul Ripke

Andere Fotografen, die sich den 15,5 bescheuerten Fragen angenommen haben, findet ihr hier


15,5 bescheuerte Fragen an Tobias Schult

Herzlich Willkommen zu den 14,5 ausführlich beantworteten Fragen von Tobias Schult. Den Herrn feier ich übrigens seit seinem Facebook-Profilbild als den Fotografen mit dem schönsten Bild in meinem Netzwerk. Aber auch seine Arbeiten mit Schauspielern wie Jürgen Vogel und Co. sind einen Blick wert!

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf/in?
Weil ich quasi mit einer Kamera geboren wurde – nein
Weils mir in die Wiege gelegt wurde – Eigentlich auch nicht. Eher weil ich immer recht kreativ war, ganz gut im sketchen, zu schlecht aber um davon ein anständiges leben bestreiten zu können, und dann kam fotografie und ich hab mich verliebt und es inhaliert.

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
Ich glaub nichts genausogut…
Fast genauso gut: Angeln.
Oder Leuten vor der kamera ein gutes Gefühl geben, machen, das sie die Kamera vergessen…aber das gehört ja mit dazu…also nein…es gibt wohl nichts was ich auch so gut kann…oder in Fettnäpfen baden…ja das nehm ich.

3) Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheisse verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
Den Dalai Lama

4)Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
Geschlechtsverkehr mit dem Kunden – okay OR not okaY fänd ich die viel lustigere Frage. Immer diese Klischees … Aber ums zu beantworten… Klar ok, wenn’s an keine Erwartungen, Bedingungen oder sonstiges geknüpft ist…genauso wies mit der Putzfrau, der Taxifahrerin und der Sachbearbeiterin ok ist wenn sich beide fesch finden – idealerweise halt nach’m job (in allen Fällen) 😉

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
Ich finde nicht, andere finden schon…kurz gesagt. klar sind die menschen und der kunde zufrieden…wird aber ein portrait das ich von jemandem mache den ich hart unsympathisch finde in meine persönliche favoritenliste rutschen…NEIN! weil ich finde es hätte besser sein können wenn wir menschlich gegrooved hätten. passiert gottseidank seltener…

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
Grafikdesigner

7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
Sie kann dokumentieren, idealisieren, provozieren, reflektieren…sie kann einfach ganz viel mit nur ganz wenig Werkzeug…

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
Voll! Der festen Überzeugung bin ich. Deshalb haben Fotografen auch gern so ein großes EGO. Als Fotograf kann man einen Fokus setzen, auf Dinge die vorher übersehen wurden. Man kann mit einer guten Strecke schnell viel Aufmerksamkeit bekommen und je nachdem wie wertvoll der Inhalt ist kann man damit auch mal Leben retten oder nachhaltig verändern. Gern auch das eigene.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
Scheissfrage -echt! Nenn Die Interviewreihe lieber „14 1/2 Fragen an…“

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
ganz unterschiedlich…kommt auch drauf an ob freies, werbung oder redaktionelle portraits zB…in erster linie betrachte ich meine eigenen sachen sehr kritisch. viele kennen das sicher…die gefühlte halbwertzeit eines eigenen guten bildes ist kurz. DIe erste Euphorie ist irgendwann weg, aber wenn ich ein eigenes bild über monate / jahre sehr gern mag dann weiß ich, es muss etwas gutes haben!

11) Bist du Autodidakt?
Ganz ehrlich. Ich meine jeder ist autodidakt. Egal wo du warst, in welcher Uni, Fotoschule oder was auch immer. Niemand kommt aus Lette, einer Uni oder einer Assistenz und kann fotografieren. Man kann die basics, die Vokabeln, je nachdem wie ehrgeizig die menschen sind auch mal ein wenig mehr….aber ernsthaft fotografieren kann niemand…das lernt man danach…

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
Hell YEAH! Zweifellos. Stil und Arbeitsweise mögen sich weiterentwickeln, aber als aufgabengebiet Werbung und Portraits mit meiner Bildsprache…absolut!

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
Hmmm…ich bin mega zufrieden wie es läuft. Stetiges Wachstum ist alles was ich möchte. Ich Shoote mit sehr spannenden Menschen und mache genau was ich machen wollte seit ich angefangen hab fotografie zu lieben.Ich freue mich das ich immer mehr schon teil der konzeption von jobs bin und nicht nur noch zum ausführen angerufen werde…

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
Das was jeder gute fotograf sagt, Weils einfach stimmt:
Fotografiert viel! Hört auf 3 Monate lang pompöse Strecken mit Leitern, Luftballons und Elefanten zu planen für die ihr erst ein 30-seitiges Konzept schreibt weil ihrs so bei Fotografen seht die ihr bewundert…lernt erstmal Vokabeln…versucht mit wenigen Mitteln zu bestechen. Das ist viel mehr wert und nicht leichter. Dann erst geht’s ans konzeptionelle denn dann habt ihr auch ein Team das es möglich macht. Seid einfach sehr fleißig!

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
Klingt immer hart kitschig aber ohne menschlichen Rückhalt von Freunden und Familie wird niemand erfolgreich. Also ja den habe ich immer gehabt und ohne wär’s das jetzt nicht. Karriere Push durch jemanden…- nein. Will ich auch nicht. Wer schnell steigt fällt auch schnell wieder.

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?
hmmm eins ist schwierig,….auf 5 könnte ich mich einigen…aber vielleicht das hier, aus der durex kampagne…ich mags immernoch sehr und es zeigt viel von dem was ich mache!

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Bilder © Tobias Schult


15,5 bescheuerte Fragen an Ben Bernschneider

Obwohl er gerade mitten in der Promotion seines eigenen Bildbands steckt, nahm sich der Hamburger Namensvetter und Werbefotograf Ben Bernschneider die Zeit diese 15,5 bescheuerten Fragen zu beantworten. Gleichzeitig gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf die Arbeit, die ihr schon bald mit ‚Diamondtimes‚ in den Händen halten dürft! Wer mehr von seinen Produktionen und Bildern sehen möchte, darf sich gerne bei ihm auf der Website, Facebook oder Instagram vergnügen! Aber lasst den Pimmel in der Hose!

1) Wieso bist du eigentlich Fotograf/in?
Als Musiker war nach einem Album Schluss, als Drehbuchautor nach 2 Filmen und malen kann ich nicht.
Was bleibt mir da noch übrig?

2) Gibt es etwas, das Du eigentlich fast genauso gut kannst?
So „gut“ wie Foto/Regie?
Kochen und Gitarre spielen.

3) Du hast die freie Wahl und noch eine Auslösung bevor deine Kamera sich in glühende Scheiße verwandelt: Welchen Menschen würdest Du in diesem Augenblick fotografieren wollen? Bild wird natürlich wireless auf irgendein Cloud-Device übertragen. Du kannst es also nachbearbeiten, verwenden etcpp.
Noch einmal den Menschen, den ich gerade fotografiere. Ich müsste dann nur schnell los, mir eine neue Kamera kaufen.

4) Thema Geschlechtsverkehr mit dem Model: Okay oder Not-Okay?
Hä? Guck dir Mario Sorrentis Bilder von Kate Moss an. Ich musste mir die Frage aber nie stellen, da ich Fashion Models im Allgemeinen, große Frauen und alles über Schuhgröße 39 privat nicht mag. Aber generell werden Bilder, die mit einer Komponente Lust entstehen, besser. Fotografie ist sex. Fashion ist sex. Alles ist sex.

5) Kannst du eigentlich Menschen schön ablichten, die dir absolut unsympathisch sind?
Klar kann man. Aber man will nicht.

6) Wäre es nach deinen Eltern gegangen, wärst Du heute:
Glücklicherweise immer noch knietief in den Künsten, aber vielleicht mit mehr Geld auf dem Konto.

7) Das Beste an der Fotografie ist in deinen Augen…
www.benbernschneider.com (Gott, wie cool wäre diese Antwort gewesen!)
Das menschliche Gehirn ist so lahm, dass es aus 25 Bildern in der Sekunde schon den Film deines Lebens macht. Alles fließt da rein und verwischt und du fühlst kontinuierlich neues. In der Fotografie hast du die Chance die Zeit einmal anzuhalten. Und zwar genau so, wie du die Person, Situation siehst oder andere sehen lassen willst. Geiler Scheiß.

8) Kann gute Fotografie Leben retten?
Ich weiß nicht genau, wo Du mit der Frage hinwillst?! Aufklären: bestimmt. Aber nicht meine eskapistische Arbeit. Die soll verklären, schönmalen, Nostalgie und Fantasien hervorrufen.

9) Wie viele Sinne braucht ein Fotograf mindestens?
Nur den 6. Fühl es und drück ab.

10) Was empfindest Du, wenn du dir deine eigenen Bilder anschaust?
Glückseligkeit. Aber auch oft frage ich mich, wie lange es noch dauert, bis man mich als Scharlatan entlarvt.

11) Bist du Autodidakt?
Jein, irgendwer bringt einem den Kram ja bei. Ob on Location oder in einer Schule. Bei mir war es nicht die Schule.

12) Willst Du genau das, was Du gerade machst, dein Leben lang machen?
Gerne. Aber, da gibt es noch einen Haufen weiterer Ideen.

13) Lass uns von Visionen erzählen. Hast Du einen großen Traum, eine große Vision für Dich, deine Arbeit und deine Zukunft?
Genug Fuck-off-money in der Hand haben, um nur noch das zu drehen und fotografieren, was ich drehen und fotografieren will. Und ich will mich noch tausendmal neu erfinden. Ich finde nichts langweiliger, als Fotografen, die ihr Leben lang den gleich Scheiß machen.

14) Welchen Tipp würdest Du Menschen geben, die auch professioneller Fotograf werden wollen würden?
Drück auf den verdammten Auslöser.
Und: Wie in allen „künstlerischen“ Berufen – meiner Meinung nach – gilt: du musst manisch sein. Dich muss man mit Gewalt zwingen müssen, die Arbeit auch mal niederzulegen.

15) Gibt es jemandem, dem du besonders viel verdankst? Karriere-Push-Up, visuelle Inspiration oder menschlichen Support?
Es gibt unfassbar viele Menschen, die mich supporten, ohne es zu wissen. Einfach mit dem, was sie tun: Musik, Kunst etc. Und was Inspiration angeht, finde ich Henrik Purienne und Co. schon knorke, aber ich glaube, er ist ein Arsch. Und richtiger Push-Up kommt, wenn ich wertvoll für jemanden werde. Abwarten.

15,5) Wenn du aus deinem Portfolio genau ein einziges Bild zeigen dürftest, welches deine Arbeit am Besten zusammenfasst, welches wäre das?
Das ist aber hart. In meinem momentanen Zyklus, vielleicht Dieses:

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Weitere Fotografen-Interviews der „15,5 bescheuerte Fragen an..“ – Serie findet ihr hier