Inhalt:
14. April 1865. Der Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten ist so gut wie vorbei. Dann wird ein Attentat auf Präsident Abraham Lincoln, dem 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, verübt. Dieser stirbt innerhalb von 24 Stunden an seiner schweren Kopfverletzung. Der Attentäter John Wilkes Booth sowie seine Mitverschwörer können entkommen. Während Booth bei der Verhaftung einige Tage später erschossen wird, werden weitere Verantwortliche für den Tod von Lincoln gesucht und verhaftet. Darunter auch Mary Surrat (Robin Wright), die Mutter eines unauffindbaren Mitverschwörers.
In der unsicheren politischen Lage wird Mary Surrat der Prozess vor einem Militärgericht gemacht. Frederick Aiken (James McAvoy), der im Sezessionskrieg auf der Seite der Nordstaaten kämpfte und als Kriegsheld gefeiert wird, übernimmt wiederstrebend die Verteidigung der Südstaatlerin. Nun muss der junge Anwalt in Erfahrung bringen, ob Mary Surrat als Mitverschwörerin schuldig oder als sorgenvolle Mutter unschuldig ist. Dabei wird er emotional immer mehr in den Fall verstrickt, denn letztlich geht es nicht nur um Schuld oder Unschuld, sondern auch um Gerechtigkeit.
Kritik:
Was weiß man eigentlich über den Tod von Präsident Lincoln? Diese Frage stellt man sich, wenn man das erste Mal den Titel Die Lincoln Verschwörung – The Conspirator(Partnerlink) hört. Regisseur Robert Redford und Producer Brian Falk versuchten, einen ganz neuen Blick auf dieses Attentat zu werfen. Dazu sagt Robert Redford: “The Conspirator is a story that no one knows in a story that everybody knows.”
Doch aus der eher unbekannten Story wurde keine trockene Geschichtsstunde, denn sie füllt sich schon in den ersten Minuten mit Gesichtern und Emotionen. Dies verdankt man nicht nur den herausragenden Schauspielern (u.a. neben James McAvoy, Robin Wright und Kevin Kline auch Evan Rachel Wood oder Justin Long ), sondern auch dem spannend gehaltenene Drehbuch und der authentisch umgesetzten Atmosphäre des 19ten Jahrhunderts.
Besonders intensiv werden dabei die Gespräche zwischen dem Anwalt und seiner Mandantin empfunden. Auch die Szenen im Gerichtssaal, die in vielen modernen Anwaltsfilmen eher trocken erscheinen, wurden für den Zuschauer spannend gehalten, ohne die eigentliche Geschichte aus dem Auge zu verlieren. Und so wird vor allem die Grundsatzfrage in den Vordergrund gestellt, inwieweit die Rechte eines einzelnen Bürgers bzw. einer einzelnen Bürgerin für den Erhalt des Friedens beschnitten werden dürfen. Diese Thematik, wie auch die Themen Loyalität, Mut und die Sorgen und Nöte einer Mutter, machen dieses Drama trotz des historischen Bezugs aktuell.
Home Entertainment:
Die DVD besitzt eine solide Aufmachung und Ausstattung. Neben den üblichen Extras (Original-US-Trailer, dt. Trailer, Trailershow) gibt es für die an der Geschichte Interessierten mehrere kurze Beiträge, in denen Historiker zu Wort kommen. Die Beiträge sind mit Bildern aus dem Film Die Lincoln Verschwörung – The Conspirator (Partnerlink) veranschaulicht. Zudem kann man mit verschiedenen, interessanten Kurz-Interviews (mit Regisseur Robert Redford, den Schauspielern Robin Wright & James McAvoy und Alexis Bledel & Evan Rachel Wood), einem deutschsprachigen und englischsprachigen Making-Of, und einem Audiokommentar von Regisseur Robert Redford mehr über das Historien-Drama Die Lincoln Verschwörung – The Conspirator
(Partnerlink) erfahren. Zusätzlich gibt es einer liebevoll gestalteten Bildershow mit Film-Bildern, Bildern vom Set und einem Bildervergleich von historischen Bildern und der jeweiligen Umsetzung im Film. Die Extras sind größtenteils mit deutschen Untertiteln.
Den 117 minütigen Film kann man in Deutsch Dolby Digital 5.1, sowie Englisch Dolby Digital 5.1 genießen. Zudem gibt es Deutsche und Englische Untertitel (Englisch für Hörgeschädigte).
Kommentar schreiben